Matthias Jügler

Bücher
DIE VERLASSENEN Roman. 2021
Cover DIE VERLASSENEN

PRESSESTIMMEN:

»›Die Verlassenen‹ erscheint als ein berückendes, als ein tiefschwarzes Zeugnis ostdeutscher Erinnerungskultur und darin als eines der besten Bücher dieses Literaturfrühlings.« Deutschlandfunk, Büchermarkt, Jan Drees (14. April 2021)

»Matthias Jügler erzählt in ›Die Verlassenen‹ die Geschichte einer vom DDR-Regime zerstörten Familie nach einer wahren Begebenheit. So schlicht, nah und präzise, dass sie sich augenblicklich einbrennt. 5/5 sternen« stern (29. April 2021)

»Jüglers Held gelingt eine Selbstermächtigung, die auf der Akzeptanz der schließlich erkannten Wahrheit beruht und ohne Anklage und Rache auskommt. Wie er zu dieser großen stillen Bescheidung gelangt, begleitet man sehr gern.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (9. Mai 2021)

»Verrat, Verlust und eine tiefe Verlorenheit – in seinem Roman ›Die Verlassenen‹ erzählt der 1984 in Halle geborene Matthias Jügler behutsam und eigensinnig von den Folgen und Spätfolgen der Machenschaften der DDR-Staatsicherheit. Berührend ist dabei, wie das schmale Buch es schafft, die Spätfolgen einer Diktatur so zu thematisieren, dass sie eine universelle Bedeutung bekommen.« SRF 1, Britta Spichiger (25. Mai 2021)

»Die Nachgeborenen der DDR-Diktatur fangen an, sich über die Verbrechen Gedanken zu machen, die ihre Eltern einander angetan haben und welche Spuren diese Verbrechen auch in den folgenden Generationen hinterlassen. Die Frage, die dieses Buch aufwirft, kommt keine Minute zu früh.« Süddeutsche Zeitung, Felix Stephan (19. Mai 2021)

»Subtil lotet Jügler die Vielschichtigkeit der Erinnerung aus, und gerade das macht den Roman so besonders unter den zahlreichen Büchern, die von Kindheiten in der DDR erzählen. [...] Dass die Geschichte anrührend erzählt, aber niemals rührselig ist, macht ihre Stärke aus.« Der Tagesspiegel, Franziska Wolffheim (5. April 2021)

»›Die Verlassenen‹ ist ein packender Roman, der auf mehreren zeitlichen Ebenen spielt. Matthias Jügler erzählt dabei so schnörkellos und doch intensiv, dass einem manchmal der Atem wegbleibt. Er gibt einer ganzen Generation eine Stimme und findet Worte für das Ungeheuerliche in der DDR, worüber in vielen ostdeutschen Familien jahrzehntelang geschwiegen wurde.« NDR Kultur, Melanie Last (25. März 2021)

»Die Sätze sind präzise, kraftvoll – Matthias Jüglers Roman ›Die Verlassenen‹ ist ein Meisterwerk der Knappheit.«
Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau, Ulrich Seidler (2. März 2021)

»Matthias Jügler erzählt in einer schlanken, gleichzeitig sehr dichten Sprache. Schnörkellos, eindringlich, mit größter Sensibilität. Sein Roman ›Die Verlassenen‹ ist eine beeindruckende, sehr nahegehende Familiengeschichte.« BR5, Sabine Zaplin (5. Mai 2021)

»Allein, wie Jügler den Abend schildert, an dem sein Protagonist als Sechsjähriger vom schweigenden, später selbst wortlos in den Tod gehenden Vater, den ›Herzinfarkt‹ der Mutter mehr erspürt als erfährt, ist hohe Sprachkunst.« hr2 kultur, Hörbuchbestenliste, Michael Cerha (27. Mai 2021)

»Ein bedrückender, vor allem aber ungemein spannender Roman. [...] Autor Matthias Jügler bleibt in seinem Roman ›Die Verlassenen‹ stets geheimnisvoll. Er gibt immer nur spärliche Hinweise über die Vergangenheit, irritiert, schockiert und legt jede Menge falscher Fährten. Damit hält er die Spannung konstant hoch, bis er gegen Ende des Buches eine Bombe platzen lässt.« ORF FM4, Simon Welebil (7. Juni 2021)

»Ein literarisches Spiel mit Erinnerungen, ein spannendes, intensives Hörbuch. [...] Matthias Jügler erzählt schnörkellos, präzise und einfühlsam von Johannes, der sich auf die Suche nach seiner Familie begibt. [...] Jügler gestaltet das in seinem Roman als kunstvolles, spannendes Spiel mit Zeiten und Perspektiven.« Hörbuch der Woche, WDR5 Bücher, Christian Kosfeld (8. Mai 2021)

»Ein Roman, der seine inhaltliche Wucht mit einer Unaufgeregtheit entfaltet, die diese Wucht gleichsam steigert, ohne sie auszustellen. [...] In seiner Kühle erinnert Jügler an skandinavische Erzähler. Seine Genauigkeit im Sozialen übersieht nichts. Es ist diese Genauigkeit, die den Roman für jeden Leser anschlussfähig macht. [...] Was Jügler bietet, ist ein Gesellschaftsroman, ein Road-Movie, ein Halle-Buch – und eine unaufdringliche Art von sozialer Parabel. Der
Titel ›Die Verlassenen‹, der einen wichtigen Aspekt der DDR-Gesellschaft erfasst, könnte sprichwörtlich werden. [...] Ein
erstaunlicher, anrührender, von jedweder Ost-Propaganda gleichweit entfernter Roman.«
Mitteldeutsche Zeitung, Christian Eger (8. März 2021)

»Jügler erzählt in nüchternen, knappen Sätzen [...] das liest sich unglaublich gut. ›Die Verlassenen‹ ist ein Buch, gegen das eingehende Anrufe keine Chance haben. Jügler zeigt auf, worin die langen Schatten der DDR bestehen. [...] Darin besteht eine Stärke dieses Romans, dass er uns Lesern eben Denk-, Spielräume lässt. Ein tolles Buch.« MDR Kultur, Kritikergespräch, Matthias Schmidt (8. März 2021)

»Matthias Jüglers kurze, schnörkellose Sätze entfesseln dabei eine solche Wucht, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.« Berliner Morgenpost, Ulrike Borowczyk (15. April 2021)

»Der Roman ›Die Verlassenen‹ von Matthias Jügler erzählt davon, Wahrheiten zu akzeptieren, die die eigene Vergangenheit auf den Kopf stellen, und davon mit neuen Erinnerungen zu leben, er erzählt davon, dass man lernen kann zu verzeihen, und er erzählt das sprachlich so intensiv, in einer Dringlichkeit, dass einem oft schwindelt.«
MDR artour, Hans-Michael Marten (8. März 2021)

»›Die Verlassenen‹ ist ein ergreifender Roman, klar und einfühlsam erzählt.«
NDR 1 Radio MV, Melanie Last (2. März 2021)

»›Die Verlassenen‹ ist ein Roman gegen das Verstummen und Verschweigen. Matthias Jügler verleiht seiner Generation eine Stimme – analysierend, bilanzierend, um Gerechtigkeit bemüht, aber nicht mit einem oberlehrerhaft-pädagogischen Impetus des Nachgeborenen.« literaturkritik.de, Peter Mohr (6. April 2021)

»Ein bewegendes, mit unterschwelliger Wut erzähltes Buch, die man gegen Ende versteht. Es geht um Opfer und Täter und ein Kind, das mitten in das irrsinnige politische Konstrukt einer langsam zerfallenden DDR gerät. Sehr zu empfehlen!«
Eschborner Stadtmagazin, Elke Rossmann (7. März 2021)


Hier geht's zum Buch: Penguin.

Hardcover mit Schutzumschlag, 176 Seiten.

WIR. GESTERN. HEUTE. HIER. Anthologie. 2020
Cover WIR. GESTERN. HEUTE. HIER.

19 deutschsprachige AutorInnen beziehen Position.

Sie blicken zurück in ihre Vergangenheit, um von persönlichen Erfahrungen zu erzählen. Alle verbindet der Wunsch zu verstehen. Zu verstehen, was aktuell passiert mit und in Deutschland und wo die Wurzeln dafür liegen, was unsere Gesellschaft momentan umtreibt. So treten Verbindungen zwischen gestern und heute ans Licht, zwischen Wende und Rechtsruck, Tschernobyl und grünem Engagement, Landflucht und Gentrifizierung, Patriarchat und Gleichberechtigung, Erwartung und Status Quo.

19 aufrüttelnde, erhellende, anklagende, versöhnliche, nachdenkliche und engagierte literarische Texte, die zeigen, dass uns das Gestern nicht egal sein darf, wenn wir ans Heute denken.

Mit neuen Texten von: Lene Albrecht, Christian Bangel, Jan Böttcher, Helene Bukowski, Micul Dejun, Ulrike Draesner, Lara Hampe, Miku Sophie Kühmel, Katerina Poladjan, Lukas Rietzschel, Kathrin Röggla, Daniel Schulz, Julia Schoch, Antje Rávik Strubel, Stephan Thome, Deniz Utlu, Senthuran Varatharajah, David Wagner und Peter Wawerzinek.

Piper
256 Seiten
Zum Buch und Verlag

WIE WIR LEBEN WOLLEN Anthologie. 2016
Cover WIE WIR LEBEN WOLLEN

Eine junge Generation von Autorinnen und Autoren stellt sich die Frage, was Heimat, Fremde und Identität bedeuten. Sie blicken auf die eigenen Wurzeln – Iran, Indien, Westjordanland, Bosnien, Ost- oder Westdeutschland – und die ihrer Eltern. Sie ergründen die Ängste der aus ihren Ländern Geflüchteten und die der sorgenvollen Bürger. Sie klagen an und versuchen zu verstehen, sind wütend und mitfühlend, sind ratlos und fordern zum Umdenken auf. Wie wir leben wollen versammelt herausragende Stimmen junger deutscher Gegenwartsliteratur.

In literarischen und essayistischen Originalbeiträgen zeichnen die Autorinnen und Autoren voll Sehnsucht, Wut und Engagement ein Bild unserer Gesellschaft, wie es aktueller nicht sein könnte.

  • suhrkamp taschenbuch 4710
  • Broschur, 199 Seiten
  • ISBN: 978-3-518-46710-7
  • Website
RAUBFISCHEN Roman. 2015
Cover RAUBFISCHEN

Jahrelang (sagen wir von 2008 bis 2012) habe ich ausschließlich Spaß-Texte geschrieben. Ich mochte vor allem 90er-Jahre-Trash: krachend scheiternde Pornodarsteller, Boygroupsänger und so weiter. Diese Texte zu schreiben, das hat mir ziemlich viel Spaß gemacht. Im Prinzip ging es aber um nichts, jedenfalls um nichts Essenzielles, und das war ganz schön bequem für mich. Das Echo dieser Trash-Texte verschwand in der Regel schnell. Kaum hatte ich sie geschrieben, hatte ich sie auch schon wieder vergessen. Irgendwann im Jahre 2012 oder 2013 schrieb ich dann das erste Mal einen Text, der nicht auf Pointe ausgerichtet war. Mit anderen Worten: Ich begann zum ersten Mal in meinem Leben über das zu schreiben, was mir wirklich wichtig war: Was tun, wenn ein geliebter Mensch zu verschwinden droht? Diese Texte ließen mich nicht mehr los – und bald darauf begriff ich, dass ich die ersten Kapitel eines Romans schrieb. So entstand innerhalb eines guten Jahres »Raubfischen« und auch heute, ein paar Jahre nach Veröffentlichung dieses Buchs, ist mir dieser Text noch so präsent wie damals.

»Raubfischen« ist die Geschichte eines Abschieds und eines Aufbruchs – und erzählt von der Einsicht, dass der Tod ein Gegner ist, mit dem man es aufnehmen sollte.

»Jüglers Sprache ist glasklar und unaufgeregt. Wie er vom Ende eines Lebens erzählt, lässt uns lange nicht mehr los.«
Matthias Nawrat

Trailer zum Buch

  • Blumenbar
  • 240 Seiten
  • Gebunden, mit Zeichnungen
  • ISBN 978-3-351-05014-6
    Website
1_1
Leben

Matthias Jügler, geboren 1984 in Halle/Saale, studierte u.a. Skandinavistik in Greifswald und Oslo sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seine Texte wurden mehrfach ausgezeichnet, so war er u.a. Stadtschreiber in Pfaffenhofen, erhielt ein Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin für seinen Debütroman Raubfischen (Blumenbar, 2015) und war 2016 Writer in Residence des Goethe-Instituts in Taschkent/Usbekistan. Er ist der Herausgeber der Anthologien Wie wir leben wollen. Texte für Solidarität und Freiheit (Suhrkamp, 2016) und WIR. GESTERN. HEUTE. HIER. (Piper, 2020). Soeben erschien der Roman Die Verlassenen. 2018 wurde Matthias mit einem Auszug daraus für den Literaturpreis Wartholz nominiert und erhielt für die Arbeit am Roman 2019 das Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.

Auszeichnungen
  • 2019 – Arbeitsstipendium des Landes Sachsen-Anhalt für Die Verlassenen.
  • 2018 – Nominiert für den Literaturpreis Wartholz für
    einen Auszug aus Die Verlassenen.
  • 2016 – Artist in Residence in Taschkent/Usbekistan.
  • 2015 – Übersetzerstipendium der Robert-Bosch-Stiftung für die Graphic Novel Liker Stilen von Bendik Kaltenborn.
  • 2015 – Einladung zur Deutsch-Norwegischen Übersetzerwerkstatt ViceVersa am Literarischen Colloquium Berlin.
  • 2014 – Dreimonatiges Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin für den Roman Raubfischen.
  • 2014 – Stadtschreiber in Pfaffenhofen für einen Auszug aus Raubfischen.
  • 2014 – Einladung zum Irseer Pegasus mit einem Auszug aus Raubfischen.
  • 2013 – Stipendiat des Hieronymus-Programmes des Europäischen Übersetzer-Kollegiums in Straelen.
  • 2012 – Stipendiat des Klagenfurter Literaturkurses.
  • 2011 – Artist in Residence im Künstlerdorf Schöppingen.
Kontakt

Instagram

Mails an Matthias Jügler bitte an diese Adresse.
Presseanfragen beantwortet Christine Liebl von Penguin.
Lesungsanfragen bitte an Melanie Köhn.
Vertreten wird Matthias Jügler von der Agentur Graf & Graf.

Termine
  • 06.07.2021, 19:30 – Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin – Lesung und Gespräch mit Jackie Thomae und Paula Fürstenberg (Stoffe-Reihe)
  • 09.09.2021, 19:00 – Mühlhausen (genauer Ort folgt) – Lesung aus Die Verlassenen (Landeszentrale für pol. Bildung)
  • 10.09.2021, 19:00 – Halle, Buchhandlung heiter bis wolkig, Ludwig-Wucherer-Straße 69, 06108 Halle – Literarischer Spaziergang und Lesung aus Die Verlassenen
  • 14.10.2021, 19:00 – Schweriner Literaturtage – Lesung aus Die Verlassenen
LEBEN & SCHREIBEN

ENDLICH WIEDER MENSCHEN

Weiterlesen