Matthias Jügler

Bücher
Wie wir leben wollen Anthologie 2016
Cover Wie wir leben wollen

Eine junge Generation von Autorinnen und Autoren stellt sich die Frage, was Heimat, Fremde und Identität bedeuten. Sie blicken auf die eigenen Wurzeln – Iran, Indien, Westjordanland, Bosnien, Ost- oder Westdeutschland – und die ihrer Eltern. Sie ergründen die Ängste der aus ihren Ländern Geflüchteten und die der sorgenvollen Bürger. Sie klagen an und versuchen zu verstehen, sind wütend und mitfühlend, sind ratlos und fordern zum Umdenken auf. Wie wir leben wollen versammelt herausragende Stimmen junger deutscher Gegenwartsliteratur.

In literarischen und essayistischen Originalbeiträgen zeichnen die Autorinnen und Autoren voll Sehnsucht, Wut und Engagement ein Bild unserer Gesellschaft, wie es aktueller nicht sein könnte.

  • suhrkamp taschenbuch 4710
  • Broschur, 199 Seiten
  • ISBN: 978-3-518-46710-7
  • Website
Raubfischen Roman 2015
Cover Raubfischen

Jahrelang (sagen wir von 2008 bis 2012) habe ich ausschließlich Spaß-Texte geschrieben. Ich mochte vor allem 90er-Jahre-Trash: krachend scheiternde Pornodarsteller, Boygroupsänger und so weiter. Diese Texte zu schreiben, das hat mir ziemlich viel Spaß gemacht. Im Prinzip ging es aber um nichts, jedenfalls um nichts Essenzielles, und das war ganz schön bequem für mich. Das Echo dieser Trash-Texte verschwand in der Regel schnell. Kaum hatte ich sie geschrieben, hatte ich sie auch schon wieder vergessen. Irgendwann im Jahre 2012 oder 2013 schrieb ich dann das erste Mal einen Text, der nicht auf Pointe ausgerichtet war. Mit anderen Worten: Ich begann zum ersten Mal in meinem Leben über das zu schreiben, was mir wirklich wichtig war: Was tun, wenn ein geliebter Mensch zu verschwinden droht? Diese Texte ließen mich nicht mehr los – und bald darauf begriff ich, dass ich die ersten Kapitel eines Romans schrieb. So entstand innerhalb eines guten Jahres »Raubfischen« und auch heute, ein paar Jahre nach Veröffentlichung dieses Buchs, ist mir dieser Text noch so präsent wie damals.

»Raubfischen« ist die Geschichte eines Abschieds und eines Aufbruchs – und erzählt von der Einsicht, dass der Tod ein Gegner ist, mit dem man es aufnehmen sollte.

»Jüglers Sprache ist glasklar und unaufgeregt. Wie er vom Ende eines Lebens erzählt, lässt uns lange nicht mehr los.«
Matthias Nawrat

Trailer zum Buch

  • Blumenbar
  • 240 Seiten
  • Gebunden, mit Zeichnungen
  • ISBN 978-3-351-05014-6
    Website
matthias-juegler
Leben

Matthias Jügler, geboren 1984 in Halle/Saale, studierte u.a. Skandinavistik in Greifswald und Oslo und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seine Texte wurden mehrfach ausgezeichnet, so war er u.a. Stadtschreiber in Pfaffenhofen, erhielt ein Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin für seinen Debütroman Raubfischen (Blumenbar, 2015) und war 2016 Writer in Residence des Goethe-Instituts in Taschkent/Usbekistan. Er ist der Herausgeber der Anthologie Wie wir leben wollen. Texte für Solidarität und Freiheit (Suhrkamp, 2016). Für einen Auszug aus seinem noch unveröffentlichten Roman Die Verlassenen wurde er 2018 für den Literaturpreis Wartholz nominiert und erhielt 2019 das Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.

Auszeichnungen
  • 2019 – Arbeitsstipendium des Landes Sachsen-Anhalt für Die Verlassenen.
  • 2018 – Nominiert für den Literaturpreis Wartholz für
    einen Auszug aus Die Verlassenen.
  • 2016 – Artist in Residence in Taschkent/Usbekistan.
  • 2015 – Übersetzerstipendium der Robert-Bosch-Stiftung für die Graphic Novel Liker Stilen von Bendik Kaltenborn.
  • 2015 – Einladung zur Deutsch-Norwegischen Übersetzerwerkstatt ViceVersa am Literarischen Colloquium Berlin.
  • 2014 – Dreimonatiges Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin für den Roman Raubfischen.
  • 2014 – Stadtschreiber in Pfaffenhofen.
  • 2014 – Einladung zum Irseer Pegasus.
  • 2013 – Stipendiat des Hieronymus-Programmes des Europäischen Übersetzer-Kollegiums in Straelen.
  • 2012 – Stipendiat des Klagenfurter Literaturkurses.
  • 2011 – Artist in Residence im Künstlerdorf Schöppingen.
Kontakt

mail@matthiasjuegler.de

Matthias Jügler wird von der Agentur Graf & Graf vertreten.

Über das Schreiben

Es wird eine neue Anthologie geben. 2020, bei PIPER. Ich freue mich über die Beitragenden: Antje Rávic Strubel, Helene Bukowski, Stephan Thome, Deniz Utlu, Ulrike Draesner, Kathrin Röggla, Yade Önder, Katerina Poladjan, Miku Sophie Kühmel, Lukas Rietzschel, Lene …

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Über das Fischen

Jedes Jahr auf Neue, von November bis zum Beginn der Schonzeit im Februar, schreibe ich so gut wie nichts. Diese Zeit ist dem Angeln vorbehalten. Die Raubfische werden am Ende des Winters laichen – das kostet Kraft und weil dem so ist und die Fische das entweder ahnen oder ganz einfach im Blut h …

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